Schnellzugschlepptenderlok Baureihe 01.10

Wie auch bei der Baureihe 03, kamen die 01er an einen Punkt, an dem sie nicht mehr den Anforderungen gerecht werden konnten, weswegen sich die DRG dazu entschied, eine auf der 01 basierende Weiterentwicklung zu konstruieren. So entstand der ab 1939 umgesetzte Plan für die Fertigung der Baureihe 01.10 bei Schwarzkopff in Berlin. Tatsächlich wiesen die 01.10er ein gesteigertes Leistungsvermögen auf und wurden auf eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h zugelassen. Neben der Verwendung von Dreizylindertriebwerken war ein weiteres markantes Merkmal der 01.10er eine Stromlinienverkleidung. Nach dem zweiten Weltkrieg befanden sich die meisten 01.10er in einem desolaten Zustand und die gesamte Baureihe wurde ausgemustert. Wenig später griff man allerdings wieder auf sie zurück und es wurden Aufarbeitungen verfügt. Dabei wurden einige Exemplare mit neuen Hochleistungskesseln ausgestattet. Auch Umbauten auf Ölfeuerung wurden vorgenommen (Bei der Umstellung der Loknummern für die Verwendung im Computersystem erhielten die Ölgefeuerten 01.10er die Baureihennummer 011, die Ölgefeuerten die Baureihennummer 012). Die Stromlinienverkleidung wurde komplett entfernt. Dank dieser Umbaumaßnahmen konnten die 01.10er das volle Ausmaß ihres Leistungsvermögens unter Beweis stellen und blieben noch bis in die 1970er Jahre im Dienst der DB. 1975 wurde die letzte Maschine der Baureihe 01.10 ausgemustert.

Bilder oben: Die Lok 01 1063 steht als Denkmal am Hauptbahnhof Braunschweig.

Bild unten: Lok 01 1056 im April 2011 im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein.

Technische Daten
Höchstgeschwindigkeit 150 Km/h
Leistung 1.559 kW (Ursprungskessel)
Masse

114,3 t (Ursprungskessel)

Länge über Puffer 24 m

erstes Baujahr

1939
Achsfolge 2'C1'

 

www.lokdaten.de.to